Taufrisch für Kids

Wenn Ihr die alten Beiträge sucht, müsst Ihr in Taufrisch für Kids – Archiv gehen. Dort findet Ihr alles, was Ihr bis jetzt verpasst habt oder noch mal nachlesen wollt.

17. Mai

Ihr Lieben,

leider schaffe ich es nicht mehr, die Seite regelmäßig mit neuen Dingen zu füllen. Deshalb schließe ich sie jetzt erst mal ab. Falls ich wieder mehr Zeit habe, kommt wieder Neues nach. Versprochen. Aber jetzt mit den Lockerungen müsst Ihr ja nicht mehr nur zu Hause abhängen, sondern könnt auch schon ein bisschen mehr unternehmen.

Aber Emmas Rätsel will ich Euch noch schnell auflösen: Es gibt sogar 2 Sorten Säugetiere, die Eier legen. Das eine ist das Schnabeltier, das andere der Ameisenigel. Die sehen auch ganz witzig aus. Lasst Euch im Internet mal Bilder anzeigen….

Und jetzt erst mal Tschüss – bis irgendwann mal wieder.

12. Mai

Ein Witz: Was liegt am Strand und ist schlecht zu verstehen? Eine Nuschel.

11. Mai

Diesmal hat Emma wieder eine Frage an Euch:

Welches Säugetier legt Eier?

10. Mai

Und hier ist die Geschichte, die Samuel von den Freunden Jesu erzählt bekommen hat:

Nachdem Jesus tot war, waren wir alle sehr traurig. Wir wussten nicht, was wir tun sollten. Und wir hatten große Angst, dass wir auch verhaftet und umgebracht werden würden. Deshalb haben wir uns nur versteckt. Zwei von unseren Freunden sagten, sie wollten nach Hause zurück gehen, hier zu bleiben sei ja sinnlos. Und so gingen sie dann los. Der Weg war lang und nicht an einem Tag zu schaffen. Sie würden unterwegs übernachten müssen. Sie erinnerten sich zurück an die Tage, in denen sie mit Jesus hier entlang gegangen waren und wurden noch trauriger. Unbemerkt kam ein Wanderer näher. Er sprach sie an: „Ihr seht so traurig aus. Was ist denn passiert?“ Und sie erzählten ihm von Jesus und wunderten sich noch darüber, dass er das alles nicht mitbekommen hatte, weil jeder in Jerusalem davon sprach. Er hörte sie ruhig an und dann fing er an, von der Bibel zu reden. Dass darin das alles schon so gestanden hat und dass es richtig war, dass es so passiert ist. Sie hörten ihm so gespannt zu, dass sie gar nicht merkten, wie der Tag dabei verging. Er wusste so viel und sie fühlten sich irgendwie getröstet. Sie kehrten in einer Herberge ein und der Fremde wollte weitergehen. Aber sie luden ihn ein, doch über Nacht bei ihnen zu bleiben und mit ihnen zu Abend zu essen. Als sie gemeinsam beim Essen saßen, nahm er sich das Brot, brach es in Stücke und gab es ihnen. Da auf einmal gingen ihnen die Augen auf. „Jesus, Du bist es.“, sagten sie verwundert. „Jesus, Du lebst.“ Er lächelte sie an und dann verschwand er direkt vor ihren Augen. Sie waren total aufgeregt und freuten sich. „Eigentlich hätten wir es schon auf dem Weg merken müssen. Hat er uns nicht schon da so gelehrt, wie es nur Jesus getan hat. Wie blind wir doch waren. Er lebt, er ist nicht tot. Wir müssen sofort zurück und es den anderen erzählen.“ Und das taten sie dann auch, sie verzichteten auf die Übernachtung und rannten fast nach Jerusalem zurück, ohne die geringste Erschöpfung zu spüren. Diese gute Nachricht hatte ihnen beinahe Flügel verliehen.

9. Mai

Diesmal erzähle ich die Geschichte von Samuel weiter, so wie er sie mir erzählt hat:

Am nächsten Tag stand er dann am Tempel und wartete. Ob die Frau kommen würde? Hoffentlich. Und tatsächlich, sie kam und nahm in mit zu einem unauffälligen Haus. Dort klopfte sie an die Tür. 3 x kurz und 2 x lang. Von drinnen hörte Samuel eine Stimme flüstern: Wer ist da? Und die Frau sagte: Maria Magdalena. Dann wurden Riegel zurückgeschoben und die Tür öffnete sich einen Spalt. Samuel und Maria Magdalena durften hinein. Drinnen waren all die Männer und Frauen, die Samuel zuvor mit Jesus gesehen hatte. Sie hatten alle Angst, nachdem die Römer Jesus getötet hatten. „Aber er ist doch gar nicht mehr tot. Er lebt doch wieder. Wo ist er denn?“ fragte Samuel. „Er kommt und geht und keiner weiß, wann und wo er wieder auftaucht.“ Willst Du ein paar von den Geschichten hören, die wir nach seinem Tod erlebt haben?“ „Ja, sehr gerne.“ sagte Samuel. „Dann setz Dich hierhin und höre zu.“

8. Mai

Liebe Kids,

hier erst mal die Rätselauflösungen vom 4. und 5. Mai. Ihr habt es sicher auch schon so herausbekommen, oder? Das Bilderrätsel ergibt als Lösung: Regenwurm und das andere: Buch.

7. Mai

Liebe Kids,

Samuel hat mir schon vor einigen Tagen eine Weitererzählung seiner Geschichte versprochen, aber immer keine Zeit gehabt. Aber jetzt hat er mir zugesagt, dass er endlich mal wieder Zeit für uns hat. „Ich habs einfach nicht geschafft. Immer so viel zu tun. So viel zu hören und zu erleben.“ „Dann hast Du also die Freunde von Jesus kennengelernt?“ hab ich ihn gefragt. Er nickte mit strahlenden Augen. Dann sind wir umso mehr auf Deine Geschichten gespannt. Morgen will er wieder kommen, hat er ganz fest versprochen und dann endlich erzählen, wie es bei ihm weiter gegangen ist. Ich hoffe nur, er vergisst es nicht.

6. Mai

Wie nennt man einen Cowboy ohne Pferd????? – Sattelschlepper

5. Mai

Noch ein Rätsel:

Was hat viele Blätter? Nein, es ist kein Baum.

Aber wenn Du es aufmachst, kannst Du Bilder (auch von Bäumen) oder Worte sehen.

4. Mai

Ein Bilderrätsel:

1. – 3. Mai

Pause – in einigen Tagen geht es weiter………

30. April

Ein Witz zur aktuellen Lage: Die Mutter schimpft mit ihrem Sohn: „Wieso hängst du hier schon wieder nur vor dem Fernseher herum. Geh lieber und hilf deinem Vater bei deinen Hausaufgaben.“

29. April

Die Auflösung des Bilderrätsels vom 27. April: Eine Giraffe, die an einem Fenster vorbei geht.

28. April

Die Auflösung des Rätsels vom 26. April: Eine Ampel

27. April

Und noch ein Rätsel. Was ist das:

Drudel - Bilderrätsel für Kinder - Was ist denn das?

26. April

Ein Rätsel: Was hat 3 Augen und kann doch nichts sehen? Aber sagt zu allen: Gehen oder Stehen.

25. April

Liebe Kids,

heute will Samuel uns wieder etwas erzählen:

Nachdem ich herausgefunden habe, dass Jesus nicht mehr tot ist, lief ich immer wieder durch die Straßen von Jerusalem, in der Hoffnung, noch irgendetwas Wichtiges zu erfahren. Krax war immer dabei, manchmal flog er auf, wenn er irgendwo was Leckeres auf der Straße sah, um es in Augenschein zu nehmen und eventuell zu fressen. Ich ging vor allem in die Viertel, die nicht in unserer Nähe waren. Ich musste doch irgendjemand finden, der was mit Jesus zu tun hatte, ich musste einfach. Aber würde ich ihn oder sie überhaupt erkennen, wenn ich sie sah? Ich versuchte mich an die Leute zu erinnern, die um ihn herum waren. Aber ich wusste es einfach nicht mehr, wie sie aussahen, ich hab nur Jesus angeschaut. Blöd, echt. Aber dann passierte es, dass ich beobachtete, wie ein Soldat eine Frau aufhielt. Er schwankte wie ein Baum im Sturm, aber er machte ihr Angst. „Du gehörst doch auch zu den Leuten von diesem Jesus. Sag mir, was ihr mit ihm gemacht habt. Habt ihn gestohlen und mein Kumpel und ich haben den Ärger bekommen. Wo ist seine Leiche? Bring mich hin, damit ich nicht mehr ausgelacht werde.“ Die Frau versuchte sich loszumachen. „Ich weiß nicht, was du da redest, lass mich los.“, rief sie. „Ich denk gar nicht daran.“ Jetzt zog er noch ein Messer und hielt es ihr vors Gesicht. „Rede oder du wirst es bereuen!“ sagte er drohend. Das war jetzt aber wirklich ein Fall für Samuel, den Wächter und die Neugiernase. „Krax“ flüsterte ich. „Krax, mach die Römer.“ Und Krax, der sehr gut Geräusche nachmachen kann, fing sofort an. Es klang wie mindestens 20 Soldaten, die einen Weg entlang trampeln. „Kompanie geradeaus“ schrie er aus voller Kehle mit seiner besten Hauptmannstimme. „Mist“ schimpfte der betrunkene Soldat und ließ die Frau los und schwankte davon. Ich war im Nu bei ihr. Sie atmete gerade erleichtert auf. „Ich hätte nie gedacht, dass ich den Römern mal dankbar sein würde.“, sagte sie. „Den Römern musst du auch nicht dankbar sein“, antwortete ich, sondern hier, Krax, meinem Raben. „Kompanie stillgestanden“ rief er von meiner Schulter. Die Frau lachte. „Dann dir und deinem Raben ganz herzlichen Dank. Dafür hast du was bei mir gut.“ „Da weiß ich schon was. Du hast zu Jesus gehört, stimmts? Ich würde gerne die anderen Leute von Jesus kennenlernen und mehr von Jesus hören. Kannst du mich zu ihnen bringen?“ „Das kann ich nicht allein entscheiden, da muss ich erst nachfragen. Du siehst ja, wir kriegen immer wieder Ärger und müssen sehr aufpassen. Ich frage nach, ob ich dich mitbringen darf und wir treffen uns morgen am Tempel, um die gleiche Zeit und ich bringe dir die Antwort mit.“

Ihr könnt Euch vorstellen, dass Samuel total aufgeregt war und es kaum erwarten konnte, dass der nächste Tag kam und er endlich mehr erfahren würde, Hoffentlich. Hoffentlich erlaubten die anderen der Frau, ihn mitzubringen.

24. April

Heute mal wieder ein leckeres Rezept für warme Tage, dass Ihr ganz schnell herstellen könnt und als Kuchen oder Nachtisch essen könnt.

500 g Erdbeeren putzen und halbieren, zuckern und stehen lassen, bis sie so richtig viel Saft gebildet haben. In eine Auflaufform eine Schicht Löffelbiskuits legen. Darauf die Erdbeeren mitsamt dem Saft gießen und gleichmäßig verteilen. Dann 500 g Quark und 500 g Vanillepudding (kann schon fertig gekauft sein) miteinander verrühren und als oberste Schicht auf die Erdbeeren packen. In den Kühlschrank stellen und so richtig schön kalt werden lassen. Schmeckt sooooo lecker….

23. April

Nun, wisst Ihr, wer das schnellste Tier ist? So viel sei Euch schon mal gesagt, dass es eine Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometer erreicht. Aber diese Geschwindigkeit kann es nicht lange halten. Also schauen wir mal. Um es rauszufinden, müsst Ihr wieder mal ein Rätsel lösen. Diesmal ist es immer der 1. Buchstabe der jeweiligen Lösung, aus denen Du das Lösungswort zusammen setzt:

Welche Farbe nimmst Du, wenn Du eine Sonne malst: _ _ _ _

Welches Tier ist grau, manchmal sehr störrisch und hat eine gräßliche Stimme: _ _ _ _

Was ist zwischen zwei Schulstunden: _ _ _ _ _

Ein Gorilla ist ein: _ _ _ _

Ein großer schwarzer Vogel: _ _ _ _

Das Gegenteil von dick: _ _ _ _

22. April

Und was sagt eine Schnecke, die auf einer Schildkröte sitzt? „Uiii, geht die ab.“

21. April

Was sagt eine Eule, wenn sie eine Tube Klebstoff trifft? „Hallo Uhu.“

20. April

Emma hat mal wieder eine Frage an Euch:

Mit welchem Tier solltet Ihr Euch keinesfalls einen Wettlauf liefern? Welches Tier kann am schnellsten rennen?

19. April

So, hallo, wir sind wieder da und jetzt hoffentlich wieder täglich (oder doch zumindest fast). Emma hat einen Tipp des Tages für Euch: Wenn Ihr so richtig schlechte Laune habt, dann versucht, jemand anderem zu helfen, das hilft oft, die Laune zu verbessern. So wie ich hier:

17. April

Hier kommt mal ein kleiner Witz:

Wollen zwei Flöhe zusammen Urlaub machen. Fragt der eine den anderen: „Gehen wir zu Fuß dorthin oder nehmen wir einen Hund?“

13. April

Liebe Kids,

und Samuel erzählt weiter:

Ich bin ganz langsam nach Hause gelaufen. Konnte das sein? Konnte einer tot sein und dann wieder leben? Vielleicht sollte ich Opa mal fragen, der kennt sich mit solchen Fragen aus. „Opa, sag mal, ist es möglich, dass jemand wieder lebt, der tot war?“ „Hm, zumindest ist es nichts, was normalerweise passiert. Aber es gab mal einen Propheten, der hat einen toten Jungen wieder auferweckt. Wieso fragst Du?“ „Ach, nur so…“ „Nur so? Natürlich.“ „Vielleicht hörst Du ja was, wenn Du im Tempel unterwegs bist, Opa. Das kannst Du mir dann ja erzählen.“ „Jetzt aber mal raus mit der Sprache, Junge. Was hast Du gehört oder gesehen? Hast Du Deine neugierige Nase mal wieder irgendwo reingesteckt, wo sie nicht hingehört?“

Ich holte tief Luft. Und dann erzählte ich ihm die ganze Geschichte und er hat versprochen, im Tempel die Ohren aufzusperren. Aber ich musste ihm versprechen, alles für mich zu behalten. Das ist sooo von spannend. Ich hab ein Geheimnis, das außer mir nur mein Opa kennt. Wie es wohl alles weitergeht? Ich werde auf jeden Fall auch die Augen und Ohren offen halten und jede Spur verfolgen, die sich auftut…..

12. April

Liebe Kids,

und Samuel erzählt weiter:

Ich konnte nicht richtig schlafen, deshalb bin ich heute früh auf. Ich denke darüber nach, wie gerne ich diesen Jesus besser kennengelernt hätte. Wie gerne ich ihm zugehört hätte und wissen wollte, was er zu sagen hat. Aber ich war einfach zu spät dran. Das ist sehr schade. Ich bin immer noch sehr traurig, aber irgendwas prickelt in meinem Bauch wie Brause. Es ist, als würde ich heute noch was Spannendes erleben. Ich sitze vor unserem Haus und sehe 2 Frauen vorbei kommen, Sie sehen traurig aus und tragen Sachen mit sich, die man für eine Beerdigung braucht. Sie gehen in Richtung der Felsengräber. Hab ich die nicht auch mit Jesus zusammen gesehen? Wie traurig müssen sie erst sein, wenn ich schon so traurig bin. Ob ich ihnen mal nachgehen sollte? Ach nein, Samuels super Neugiernase ist nicht mehr so neugierig, wenn er traurig ist. Aber hat Opa nicht gesagt, gegen Traurigkeit würde am besten helfen, wenn man seine Arbeit wieder aufnimmt und sich ablenkt. Gut dann geht Samuel der Wächter ihnen jetzt mal nach. Wo sind sie denn genau hin? Sie haben einen großen Vorsprung, aber ich weiß ja, wo sie Jesus hingelegt haben und kann ihnen deshalb wohl auch aus der Entfernung folgen. Die Gassen sind noch menschenleer, die meisten Leute schlafen noch. Aber was ist das? Da kommen die Frauen wieder, angerannt diesmal, haben nichts mehr dabei und keine Traurigkeit mehr im Gesicht, sondern Schrecken. Sie fliehen vor etwas. Sie sehen aus, als hätten sie ein Gespenst gesehen. Das muss ich mir unbedingt genauer ansehen. Ich laufe weiter. Ein bisschen gruselt es mich jetzt doch schon. Ich pfeife ein kleines Lied vor mich hin, um mir Mut zu machen. Dann bin ich da, an dem Grab. Es liegt ein sehr großer Stein neben dem Eingang. Und zwei römische Soldaten liegen da auch. Sind sie tot? Vorsichtig gehe ich näher, ich spüre schon, wie meine Nackenhaare sich aufrichten, so sehr gruselt es mich. Da stößt der eine Soldat einen lauten Schnarchlaut aus. Nein, sie sind nicht tot, sie schlafen nur. Wie merkwürdig, das sind doch Wachsoldaten. Die werden ganz schön Ärger kriegen, wenn die hier so tief und fest schlafen. Ich schleiche näher und schaue in das Grab, es ist leer. Da höre ich hinter mir schnelle Schritte. Rasch verstecke ich mich hinter einem Felsvorsprung. Da kommen zwei Männer, sie gehörten auch zu Jesus. Sie waren bei denen, die im Garten Gethsemane immer eingeschlafen sind. Der eine schimpft ganz laut: „Die Frauen hatten Recht, er ist weg. Die verdammten Römer haben jetzt auch noch seinen Leichnam gestohlen.“ Aber der andere sagte:“Nein Petrus, das ist doch Unsinn, schau Dir die schlafenden Wachen an. Die wollten, dass Jesus genau hier an Ort und Stelle bleibt. Warum sollten sie ihn stehlen wollen.“ „Aber Johannes, was willst Du damit sagen? Wo ist er denn dann? Er ist gestorben, Du warst doch dabei, als sie seinen Leichnam hier in das Grab gelegt haben.“ „Ja, das war ich, aber ich erinnere mich, was er uns auf unserem gemeinsamen Weg erzählt hat. Wir haben es nicht kapiert, aber jetzt sehe ich, dass es wahr ist.“ „Willst Du damit sagen: Jesus ist auferstanden?“ „Ja, er ist wahrhaftig auferstanden!“ „Komm, schnell, wir müssen es den anderen erzählen.“ Dann liefen sie schnell davon. Auferstanden? Heißt das, er ist von den Toten zurück gekommen, er lebt? Er hat den Tod besiegt oder ist von Gott wieder aus dem Tod aufgeweckt worden. Was für eine Geschichte. Die muss ich schnell Opa erzählen. Ich merke, wie ein Jubel in mir aufsteigt und ich laut ein frohes Lied singen muss. Ich bin nicht zu spät gekommen, ich habe noch die Möglichkeit, Jesus näher kennen zu lernen. Das ist so toll, das ich Purzelbäume schlagen könnte – aber Samuel, der Wächter mit der Neugiernase, der gerade das größte Geheimnis aufgedeckt hat, tut so was natürlich nicht mehr.

11. April

Liebe Kids,

und Samuel erzählt weiter:

Ich bin einfach nur traurig. Und frage mich, wie Gott das zulassen konnte. Das war doch ein guter Mensch, ein großer Prophet, ja es gab sogar Menschen, die haben behauptet, er sei Gottes Sohn. Ist Gott so machtlos, dass er seinem eigenen Sohn nicht helfen kann? Warum beten wir dann überhaupt zu ihm? Mein Opa sagt, das würde ich noch nicht verstehen, das sei alles sehr schwierig. Später vielleicht. Aber ich bin jetzt traurig. Ich sitze in der Sonne und spüre sie nicht. Mein Rabe kommt zu mir und fängt an, mir meine Haare zu sortieren. Das macht er immer, wenn ich traurig bin. Und auch sonst oft. Haarsträhne um Haarsträhne nimmt er in den Schnabel und schiebt sie an eine andere Stelle. Irgendwie tröstet mich das ein bisschen.

10. April

Liebe Kids,

und Samuel erzählt weiter:

Immer weiter geht es durch die dunklen Straßen. Ich muss aufpassen, dass mich niemand sieht und nach Hause schickt und auch aufpassen, dass ich die Männer vor mir nicht verliere. Puh, das ist aufregend. Mein Herz schlägt wie verrückt. Wo gehen sie hin? Das kenne ich doch. Das ist der Garten Gethsemane. Hier scheinen sie zu bleiben. Jesus spricht mit seinen Jüngern. Dann geht er ein paar Schritte von ihnen weg und betet. Es scheint ihm nicht gut zu gehen. Was ist mit ihm? Fürchtet er sich? Ja, wirklich, er fürchtet sich. Und seine Freunde? Warum kommt keiner, um ihm beizustehen? Das gibt es doch nicht, die sind alle einfach eingeschlafen. Da braucht Jesus sie einmal und sie schlafen einfach. Er kommt zu ihnen zurück und weckt sie. Ich schleiche ein wenig näher. Jetzt höre ich auch, was sie sagen. Jesus sagt: „Könnt ihr nicht mal ein paar Minuten wach bleiben und beten? Nicht nur wegen mir, auch wegen euch selbst. Damit ihr stark seid und dem standhalten könnt, was passieren wird.“ Die Freunde sind auch ganz schuldbewusst. Aber kaum ist er weg, sind sie schon wieder eingeschlafen. Das geht noch zweimal so. Ich bin richtig sauer auf die Freunde, wenn ich dabei wäre, ich würde die ganze Zeit über wach bleiben, das könnt ihr mir aber glauben. Aber was ist jetzt? Geräusche als käme eine ganze Kompanie anmarschiert. Und ja, tatsächlich, da kommen Soldaten. Und vorneweg einer, der auch zu Jesu Freunden zählt. Er geht auf Jesus zu und umarmt und begrüßt ihn. Jesus sieht ganz traurig aus. „So verrätst Du mich also, Judas.“ sagt er. Dann umringen ihn die Soldaten und führen ihn ab wie einen Verbrecher. Das geht doch nicht, wieso macht denn hier keiner was. Wie können sie so was tun. Die anderen Freunde von Jesus sind total entsetzt. Zwei von ihnen folgen den Soldaten in sicherem Abstand – und ich will ihnen auch folgen, aber da packt mich eine Hand am Ohr und eine barsche Stimme fragt mich, was ich hier mitten in der Nacht mache und ich soll schleunigst nach Hause gehen. Weil ich jetzt nicht mehr sehen kann, wo die anderen hin sind, mache ich das dann auch. Traurig und geschockt schleiche ich mich nach Hause.

Am nächsten Morgen laufe ich zum Haus von Pontius Pilatus. Der hat hier das Sagen als oberster Römer. Und wirklich, Jesus ist dort. Sie haben ihn geschlagen und ihm eine eklige Dornenkrone mit vielen spitzen Stacheln aufgesetzt und ich höre gerade noch, wie Pontius Pilatus sagt, einen Gefangenen wollte er freigeben. Das Volk dürfe wählen. Jesus oder Barabbas. Barabbas, der war ein Verbrecher, während Jesus anderen Menschen nur geholfen hat. Da wird die Wahl doch eindeutig ausfallen. Ich schreie laut: „Jesus, Jesus.“ und höre entsetzt, dass alle um mich herum „Barabbas“ rufen. Wie kann das sein? Wieso sind sie alle so dumm? Aber damit ist es klar. Jesus ist derjenige, der getötet werden wird. Auf römische Art wird er hingerichtet, ans Kreuz genagelt. Er muss sein Kreuz sogar selbst nach Golgatha tragen. Mitten durch eine Menge, die ihn anschreit und beschimpft. Das ist so unendlich traurig, ich möchte nichts mehr davon sehen, ich drehe mich um und gehe nach Hause. Später erzählt mir mein Opa, dass er noch an dem Tag gestorben ist, von seinen Freunden vom Kreuz genommen wurde und in ein Felsengrab gelegt. Das ist so schlimm, dass ich das Gefühl habe, die Sonne müsste aufhören zu scheinen. Und genau das ist auch passiert. Als Jesus gestorben ist, hörte die Sonne eine kurze Zeit auf zu scheinen und es gab ein Erdbeben. Selbst die Sonne und die Erde haben gewusst, was da gerade für ein Unrecht passiert ist. Nur die Menschen nicht. Die haben gar nix kapiert.

09. April

Liebe Kids,

da ist er endlich, der Samuel und erzählt, was er mit seiner Neugier-Nase herausgefunden hat:

Heute bin ich wieder in Jerusalem unterwegs, es ist ja wichtig, dass man regelmäßig nach dem Rechten schaut. Und ich bin der Wächter, der unsichtbare Wächter, der über alles wacht und alles sieht und hört. Und was hört der Wächter jetzt? Laute Stimmen von vielen Leuten. Sie schreien. Sind sie böse? Wird da jemand verprügelt? Nein, es sind keine bösen Stimmen, sie freuen sich, sie jubeln, sie begrüßen jemanden. Wer ist das, wer wird da so begrüßt. Samuel, der Wächter, wird es herausfinden. Denn Samuel, der Wächter mit der Neugier-Nase bekommt alles heraus. König, hört der Wächter, im Namen Gottes, Jesus, Gesandter… Das kann nicht Herodes sein, bei dem jubelt niemand. Ein neuer König, ein guter König, ein König, von Gott geschickt. Ein König, der die Römer vertreibt, die hier überall sind und Samuel, dem Wächter, schon mehr als einmal in die Quere gekommen sind. Die ihn nach Hause geschickt haben, wenn er gerade eine wichtige Spur verfolgt hat….Diesen König will er sehen. Er drängelt sich durch die Menschenmenge. Dabei hilft sein treuer Freund, der Rabe, der krächzend und flügelschlagend auf seiner Schulter sitzt und vor dem die Leute zurückweichen. Endlich in der ersten Reihe. Mission erfüllt. Aber was ist zu sehen? Ein ganz normaler Mann auf einem Esel. Noch nicht mal ein Pferd, nur ein Esel. Und wo ist die Krone, wo sind die Königskleider? Das ist ja total langweilig. Was wollen die Leute nur von dem? Wer hat denn da behauptet, das sei ein König. Erwachsene sind schon komisch. Da geh ich lieber wieder auf meinen Wächterweg. Aber noch während ich mich umdrehe, schaut er mich an, direkt mich, Samuel den Wächter mit der Neugier-Nase und dem Raben auf der Schulter. Er schaut mir direkt durch die Augen ins Herz. Jetzt kann ich nicht mehr weggehen. Ich laufe ihm hinterher, schaue wo er wohnt. Bleibe vor dem Haus, bis es dunkel wird. Dann kommt so ein römischer Soldat und scheucht mich nach Hause.

In der Nacht liege ich wach und denke nach. Was geht da vor in Jerusalem? Passiert hier jetzt etwas Großes? Das ist genau das Richtige für mich, Samuel, den Wächter und der Neugier-Nase, ich finde heraus, was da los ist und passiert. Ich kann nicht mehr im Bett bleiben, ich muss mich rausschleichen und rausfinden, was da los ist. Glücklicherweise hab ich ja mit meiner Neugier-Nase rausgefunden, wo er heute Abend hingegangen ist. Er und seine Freunde, sie wollen zusammen das Passamahl halten. Ich bin schnell und unsichtbar durch die Nacht geschlichen, keiner hat mich gesehen. Jetzt bin ich in dem Raum, in dem Jesus mit seinen Freunden feiert. Aber was ist das? Sie sehen nicht sehr fröhlich aus. Jesus teilt ihnen Brot aus und gibt ihnen Wein zu trinken. Und sagt dabei, dass es das letzte Mal sein wird, dass er mit ihnen zusammen zu Abend isst. Aber sie sollen immer weiter zusammen bleiben, Brot essen und Wein trinken und dabei an ihn denken. Dann wäre er bei ihnen. Und er sagt, einer seiner Freunde wird ihn verraten. Mir wird ganz kalt, es ist so traurig. Aber was soll das, wieso soll es das letzte Mal sein, dass sie zusammen essen? Sie sind doch Freunde. Und wenn Jesus König wird, dann kann er sie doch mit zu sich in den Palast nehmen. Oder gibt es einen Grund, warum er das nicht kann? Und was macht der Verräter? An wen verrät er Jesus? Etwa an die Römer, damit die verhindern, dass er König wird? Ich denke so sehr darüber nach, dass ich gar nicht merke, wie alle aufbrechen. Aber schnell laufe ich ihnen hinterher. Ich spüre, jetzt muss ich dabei bleiben. Was jetzt passiert, ist das Wichtigste, was ich jemals im Leben erlebt habe.

Tja, Kids. Soweit erst mal der Samuel. Ich bin gespannt, was er noch alles erlebt in dieser Nacht…

08. April

Liebe Kids,

so, morgen ist er dann da, der Gründonnerstag. Gibt es bei Euch da auch etwas Grünes zu essen, z.B. Grüne Soße?

Erinnert Ihr Euch noch an meine Frage, warum der Gründonnerstag so heißt? Wieso grün? Vielleicht weil draußen wieder alles grün wird und die Natur wieder aufblüht? Oder weil grün die Farbe der Hoffnung ist? Nein, alles falsch. Da hat sich nämlich ein falsches Wort eingeschlichen. Der Tag hieß früher Greindonnerstag. Greinen, das ist ein altes Wort für Weinen. Es hat also nix mit grün, sondern etwas mit traurig sein zu tun. Und weshalb das so ist, dass wird euch der Samuel erzählen, wenn er nur endlich mal beikommt und sich nicht weiter neugierig in der Gegend herumtreibt. Ich hoffe, er kommt rechtzeitig und kann erzählen, was er erlebt hat.

Euch aber einen schönen Gründonnerstag, an dem Ihr nicht greinen müsst.

Bleibt gesund und gut gelaunt !

wünschen Euch Marlies und Emma

07. April

Liebe Kids,

heute möchte ich Euch jemanden vorstellen. Samuel heißt er. Samuel ist neun Jahre alt und lebt in Jerusalem. Aber nicht heute, sondern vor etwa 2000 Jahren. Er hat zwei besondere Eigenschaften: Zum einen ist er furchtbar neugierig. Wenn irgendwo was passiert und er bekommt es nicht mit, dass ist ganz schlimm…. Er schaut immer ganz genau hin und versucht, alles zu verstehen, was er sieht und hört. Und wenn er mal was nicht versteht, dann gibt es da noch seinen Großvater. Der ist ein Rabbi, ein jüdischer Lehrer und hat bisher noch auf alles eine Antwort gewusst.

Und seine zweite Eigenschaft ist sein besonderer Draht zu allen Tieren. Er kann mit ihnen reden, sie verstehen ihn und vertrauen ihm. Besonders gut Freund ist er mit einem Raben, den er als winzig kleines Vogelkind gefunden und großgezogen hat.

Und unser neugieriger Samuel ist bereit, das was er sieht und hört und versteht mit uns zu teilen. Er wird uns die nächsten Tage immer wieder was zu Erzählen haben.

Wir hören von ihm.

Bis dahin: Bleibt gesund und gut gelaunt !

wünschen Euch Marlies und Emma (die sich manchmal wünscht, ich wäre wie Samuel, wenn ich mal wieder nicht verstehe, was sie von mir will, obwohl sie sich doch alle Mühe gibt, es mir genau zu zeigen)

06. April

Hier kommt mal wieder ein Rätsel. Es stammt aus dem Buch von Werner Tiki Küstenmacher, Tatort Bibel. Ein kriminalistisches Bibel-Bilder-Rate-Buch, erschienen im Claudius Verlag München, 3. Aufl. 1987, S. 25: Kennt ihr die fehlenden Begriffe?

05. April

Liebe Kids,

heute ist Palmsonntag. Das habt Ihr sicher alle schon mal gehört. Wisst Ihr aber auch, warum der Palmsonntag Palmsonntag heißt?

Am Palmsonntag denken wir besonders an eine Geschichte aus der Bibel. Wie Jesus in Jerusalem einzieht. Früher sind Könige oder Feldherren nach einem gewonnenen Kampf in die Stadt eingezogen und am Straßenrand standen viele Menschen und jubelten und winkten ihnen zu. Das könnt Ihr Euch vorstellen, wie einen Kerb- oder Fastnachtsumzug. Da stehen ja auch Leute am Straßenrand und schauen zu. Aber da haben sie nicht nur zugeschaut, sondern begeistert gejubelt und gerufen. Für diese Könige und Feldherren wurden dann Teppiche auf die Straße gelegt. Das kennt man auch heute noch, wenn wichtige Leute irgendwo hin kommen, wird ein roter Teppich ausgerollt. Dazu hatten die Menschen am Wegesrand oft auch noch Zweige von Palmen abgebrochen und schwenkten sie.

So ähnlich ist es auch bei Jesus gewesen. Viele hatten schon von ihm gehört, von den Wundern, die er getan hat und sie waren gespannt auf ihn und seine Ankunft. Sie drängten sich in der Straße, wollten ihn sehen, vielleicht sogar berühren, waren voller Freude, dass er zu ihnen gekommen ist und bejubelten ihn und schwenkten Palmzweige. Jesus kam auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, nicht auf einem Pferd, wie die Feldherrn und Könige das taten. Und es wurde für ihn auch kein roter Teppich ausgerollt, aber die Menschen, die ihn begrüßten, breiteten ihre Umhänge auf der Straße aus und sie winkten und riefen ihm zu: „Gelobt sei, der da kommt im Namen Gottes.“ Für die Jünger war das ganz toll, so ein Empfang für ihren Lehrer und Meister. Jetzt würde alles wahr werden, was sie erwartet hatten und Jesus würde zum König gekrönt werden, da waren sie sich sicher. Das war doch ein Triumphzug, die Menschen hatten Jesus doch schon als König empfangen, er würde jetzt ganz sicher wirklich und richtig König werden.

Aber die Geschichte geht anders weiter, als als die Jünger Jesu gedacht haben.

Ich erzähle sie Euch dann an den folgenden Tagen, ab Gründonnerstag. Bis dahin könnt Ihr ja mal überlegen, warum Gründonnerstag Gründonnerstag heißt.

Bleibt gesund und gut gelaunt !

wünschen Euch Marlies und Emma

3 Antworten auf „Taufrisch für Kids“

  1. Liebe Marlies,Liebe Emma

    Ich finde es toll das ihr euch so viel Zeit nehmt für uns immer etwas neues zur schreiben

    Bliebt gesund eure Jasmin

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