2-Minuten-Andacht zum April

April, April….

….der macht was er will. So hab ich es von meinen Eltern gelernt, ein Spruch, der aussagt, wie unbeständig der April oft ist, wie wenig man sich darauf verlassen kann, dass der Frühling nun endgültig da ist. Nein, der April schlägt Kapriolen und bietet oft die ganze Bandbreite der anderen Jahreszeiten mit an. Wobei er es dieses Jahr besonders bunt treibt. Das Wetter erscheint wie eine Achterbahnfahrt und wer ein bisschen wetterfühlig ist, hat ganz schön mit der ganzen Schwankungsbreite zu tun.

Und als ob das nicht schon genug wäre, scheint sich diese April-Unschlüssigkeit auch über unsere Regierungsebene auszubreiten. Man steht staunend davor und versteht nichts mehr. Was denn nun: Lockerungen oder Lockdown? Oder gelockerten Lockdown oder Lockdown der Lockerungen? Es ist ein einziges Chaos und ich glaube, keiner sieht mehr, in welche Richtung sich das alles bewegt. Nur das Virus freut sich, dass es immer wieder neue Menschen findet, in denen es sich breitmachen kann. Breit macht sich auch etwas im Land, die Verunsicherung nämlich. Impfstoffe helfen, aber haben auch Nebenwirkungen. Es muss möglichst zügig geimpft werden, aber welchen Impfstoff nehmen wir denn jetzt für wen? Und hilft Impfen überhaupt, wenn uns die Mutationen bereits rechts und links überholen? Verunsicherung, schwankender Boden, keiner weiß, wie es weitergehen wird, auf was wir uns einstellen müssen.

In diese Situation hinein höre ich einen Satz aus der Bibel, er steht in Jesaja 26, 4:

Darum verlasst euch auf den HERRN immerdar; denn Gott der HERR ist ein Fels ewiglich.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Menschen zur Zeit von Jesaja auch Umbrüche, Katastrophen, Verunsicherungen erlebt haben. Und ihnen dieses Wort zugesprochen wurde. Dieses Wort, das auch heute noch gilt. Das in alle Ewigkeit gilt.

Mir tut das gut, wenn alles unsicher und schwankend ist im Alltag, wenn Planungen müßig sind, weil dann doch wieder alles ganz anders ist, wenn uns das Steuer unseres Lebens ein Stück weit aus der Hand geschlagen wird, dann zu vertrauen: Gott ist da. Er steht über allem, er hält die Welt in seiner Hand, unsichtbar, aber doch immer wieder spürbar. Und in seiner Hand sind wir geborgen, sie trägt uns durch, auch durch diese schlimme und unübersichtliche Zeit. Durch Ängste, Gefahren, ja selbst durch Leid und Tod hindurch. Denn Gott der Herr ist ein Fels ewiglich. Amen.